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CD Voices of Ashkenaz (2016)

15,00

Jiddische und deutsche Volkslieder einer gemeinsamen Tradition mit:

Alan Bern (Berlin / USA) – Akkordeon
Michael Alpert (New York) – Gesang, Violine, Rahmentrommel
Thomas Fritze (Köln) – Kontrabass, Gitarre, Perkussion, Gesang
Sveta Kundish (Ukraine/Israel, heute Berlin) – Gesang
Andreas Schmitges (Köln/Halle) – Gitarre, Mandoline, Gesang
Deborah Strauss (New York) – Violine, Akkordeon, Gesang
Till Uhlmann (Halle) – Drehleier
Vivien Zeller (Berlin) – Violine

Art.-Nr.: 0000001

Produktbeschreibung

Jiddische und deutsche Volkslieder einer gemeinsamen Tradition

Stimmen aus Aschkenas

Aschkenas! Kein Begriff könnte die komplexe Geschichte der Lieder dieses Albums besser beschreiben. Im Hebräischen des Mittelalters wurde mit Aschkenas jene geographische Region bezeichnet, in der Deutsch gesprochen wurde. Ein aschkenasischer Jude war jemand, der in diesem Teil Europas lebte und Westjiddisch sprach, das noch recht nah am Mittelhochdeutschen war. Ab dem Mittelalter wurde die aschkenasische Kulturgeschichte jedoch zunehmend komplex. Nach Pogromen in der Folge der Kreuzzüge und der Pest flohen viele deutsche Juden nach Polen und Litauen, wo sich ein neues Aschkenas etablierte, das bis zum Holocaust das spirituelle und intellektuelle Zentrum des europäischen Judentums war. Hier geschah etwas Besonderes: Juden in Osteuropa assimilierten sich sprachlich nicht vollständig an ihre neue Umgebung sondern verwandelten das Westjiddische in das Ostjiddische, welches im 20. Jahrhundert von etwa 10 Millionen Menschen in Osteuropa und weltweit gesprochen wurde. In dieser transnationalen, paneuropäischen jüdischen Gemeinschaft, die sich von Litauen im Norden bis nach Bessarabien im Süden erstreckte, entwickelte sich eine unglaubliche Vielfalt an Musik und Kultur.
Die Lieder dieses Albums zeigen jenen Teil des osteuropäischjüdischen Repertoires, der eine starke Verbindung zu deutschen und westeuropäischen Themen, Texten und Melodien hat.
Die genaue Herkunft dieses Repertoires bleibt bis jetzt weitgehend im Dunkeln. Aber die Musik und die Texte erzählen uns eine Geschichte, die größer und weiter ist, als der Ursprung der einzelnen Lieder. Dieses Repertoire erzählt eine außergewöhnliche, europäische Geschichte. Die Geschichte eines Europas geeint durch Lieder, die von Menschen auf allen Seiten der politischen, religiösen, kulturellen und sozialen Grenzen in Ost und West gesungen wurden, lange bevor die Europäische Gemeinschaft auch nur der Hauch einer Idee war.
Wir, die Musikerinnen und Musiker haben dieses Material mit viel Freude gesammelt, arrangiert, aufgeführt und eingespielt. Wir hoffen, dass unser Enthusiasmus und unsere Leidenschaft für dieses Repertoire in der Musik zu hören sein werden. Viel Vergnügen!

Alan Bern (Berlin / USA) – Akkordeon
Michael Alpert (New York) – Gesang, Violine, Rahmentrommel
Thomas Fritze (Köln) – Kontrabass, Gitarre, Perkussion, Gesang
Sveta Kundish (Ukraine/Israel, heute Berlin) – Gesang
Andreas Schmitges (Köln/Halle) – Gitarre, Mandoline, Gesang
Deborah Strauss (New York) – Violine, Akkordeon, Gesang
Till Uhlmann (Halle) – Drehleier
Vivien Zeller (Berlin) – Violine

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